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JOBMESSE: Gedämpfter Optimismus für die Grenzregion

09.03.2013

JOBMESSE: Gedämpfter Optimismus für die Grenzregion

Zum dritten Mal hat die Eures-Beratungsstelle der Trierer Agentur für Arbeit eine Jobmesse für Grenzgänger der Region in der Trie rer Tufa veranstaltet. Trotz schwieriger Wirtschaftslage in Luxemburg sehen Unternehmen und die Agentur für Arbeit gute Chancen für deutsche Grenzgänger auf dem Arbeitsmarkt.
 

Trier. "Die besten Zeiten sind vorbei": Zu dieser Einschätzung kam Finanzexperte Walter Koob von der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG über den Wirtschaftsstandort Luxemburg (der TV berichtete). Tatsache ist, dass die Arbeitslosenquote im Großherzogtum im Januar nach Angaben des luxemburgischen Statistikamts bei 6,4 Prozent lag.

Das Wirtschaftswachstum stagniert: Nach einem Mini-Plus von 0,5 Prozent im Jahr 2012 rechnet das Statistik amt in diesem Jahr mit maximal einem Prozent Wachstumsrate. Diese Indikatoren zeigen: Luxemburgs Wettbewerbsfähigkeit schwächelt. Zumal der wichtige Bankensektor im Land in die europäische Schuldenkrise verwickelt ist, wie das Beispiel des kriselnden Bankkonzerns Dexia zeigt.

Es sind Zahlen, die für Pessimismus auf dem European Job Day in der Trierer Tufa sorgen könnten. Zum dritten Mal veranstaltet die Eures-Beratungsstelle der Agentur für Arbeit Trier die Job-Messe für Grenzgänger der Region.

18 Unternehmen sowie Stiftungen, Gewerkschaften und Ämter informieren an Ständen über Berufsperspektiven in der Grenzregion. Der große Andrang von 1500 Besuchern zeigt: Der luxemburgische Arbeitsmarkt übt weiterhin eine starke Anziehungskraft in vielen Branchen aus.
 

Spezialisten gesucht"
Die goldenen Zeiten sind wirklich vorbei, aber das gilt vor allem für den starken Finanzsektor in Luxemburg", sagt Annette Fehrholz, Eures-Beraterin der Agentur für Arbeit Trier. "Die Grenzgänger werden weiterhin gesucht, insbesondere Fachkräfte in Gesundheitswesen, Pflege oder Bauwesen. Luxemburg bleibt ein Magnet der Großregion." Tatsächlich ist die Zahl der Grenzpendler in der luxemburgischen Wirtschaft im vergangenen Jahr nochmals gestiegen. Annette Fehrholz blickt deshalb mit "gedämpftem Optimismus" auf den Arbeitsmarkt.

Die Unternehmen auf dem European Job Day betrachten die Situation in ihren jeweiligen Branchen differenziert. "Vor zehn Jahren war der Markt im Bausektor sicherlich stärker. Die Wirtschafts- und Finanzkrise beeinträchtigt Luxemburg natürlich. Um unser Unternehmen für die Zukunft aufzustellen, müssen wir vor allem dem Fachkräftemangel entgegenwirken und mit Ausbildung vorsorgen", sagt Torsten Drumm von der BBT Eurofer Baubeschlaghandel GmbH. Die IT-Haus GmbH in Föhren ist zum dritten Mal bei der Jobmesse dabei und sucht in einem breiten Spektrum potenzielle Mitarbeiter, Praktikanten und Auszubildende. Thomas Simon, Geschäftsführer der IT-Haus GmbH, blickt optimistisch auf den Arbeitsmarkt der Grenzregion: "Die Arbeitsmärkte in Deutschland und Luxemburg wachsen zusammen. Wenn man das in Ergänzung sieht, bedeutet das für die Region eine sehr gute Entwicklung. Für die IT-Branche gilt: Wir brauchen Spezialisten, in Deutschland wie in Luxemburg." maw

Extra
Eures steht für European Employment Services und ist ein europäisches Netzwerk zur Förderung beruflicher Mobilität, das durch die EU-Kommission gesteuert und finanziert wird. Innerhalb des Netzwerks gibt es spezialisierte Grenzpartnerschaften, dazu gehört die Region Saar-Lor-Lux-Rheinland-Pfalz. Das Eures-Management ist in Deutschland bei der Bundesagentur für Arbeit angesiedelt. Die Grenzregion zwischen Deutschland, Luxemburg, Belgien und Frankreich gehört zu den größten Pendlerregionen Europas: 140 000 Menschen pendeln zur Arbeit ins Nachbarland. Dazu zählen alleine 28 000 Menschen aus der Region Trier, die derzeit einen Arbeitsplatz in Luxemburg haben. maw

Quelle: Volksfreund.de





 







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